Pastinake.

Pastinaken gehört zu den ältesten kultivierten Pflanzen in Europa. Funde in steinzeitlichen Siedlungen am Bodensee zeigen, dass man die Pastinake bereits damals geschätzt hat. Im Zeitalter des römischen Reichs erfuhr die Pastinake einen Boom. Durch die Einfuhr von Kartoffeln und mit der Züchtung der orangen Karotten wurden Pastinaken in Europa allerdings fast vollständig vom Speiseplan verdrängt. Während man das Wurzelgemüse in England allgemein bekannt ist, erfuhr es im deutschsprachigen Raum erst in den letzten Jahren ein Comeback. Pastinaken enthalten zwar kein Carotin B wie Karotten, dafür ungefähr 4x mehr Fasern, kalium und Vitamin C als ihre orangen Verwandten. Pastinaken sind schwierig von der Petersilienwurzel zu unterscheiden. Am einfachsten geht es über den Geschmack/ Geruch (Petersilienwurzel riecht wenig überraschend nach Petersilie) und über den Blattansatz. Der Blattansatz ist bei der Pastinake eingesunken, während er bei der Petersilienwurzel nach oben gewölbt ist.

Rezeptvorschläge

Viele wissen nicht, dass man Pastinaken nicht nur gekocht sondern auch roh oder gebraten verwenden kann. Man kann sie gut gedünstet als Beilage verwenden oder beim Ofengemüse hinzufügen. Achtung, sie haben allerdings nur ca. eine halb so lange Garzeit wie Kartoffeln oder Karotten. 

Saison

Pastinaken gehören zu den langsam wachsenden Gemüsesorten und können je nach Aussaattermin ab September geerntet werden. Da sie frosthart sind, kann man sie theoretisch den ganzen Winter direkt aus dem Garten ernten oder bis zu 6 Monaten lagern (am besten ungewaschen, in Sand/ Erde im Keller für eine möglichst lange Haltbarkeit).